Das Tourismus Desaster wird in einer Diplom Arbeit aus Salzburg gut beschrieben
Diplomarbeit
zur Erlangung des Magistragrades
Eingereicht von
Lumturi Y. ZAMBAKU
Betreuung durch
Univ.-Prof. Dr. Reinhard BACHLEITNER
Salzburg, am 5. April 2006
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So treffen erste Tourismusinvestitionen etwa häufig auf ein noch recht wenig entwickeltes
Umweltbewusstsein. Der rasche und umfassende Auf- und Ausbau des Tourismus in einer
Region nimmt anfangs nur selten Rücksicht auf die intakte Umwelt (vgl. Freyer, 2001,
abgerufen am 03.03.2006
Tourismusentwicklung in Albanien 41
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L. Zambaku
S.375f), auch wenn sie eine Grundvoraussetzung für den Fremdenverkehr und die
Naherholung darstellt. Das trifft auch für die derzeitige Tourismussituation Albaniens zu. Seit
Anfang der 90er Jahre erfährt das Land einen anhaltenden Bauboom, dennoch werden die
vorhandenen Ressourcen ziemlich unkontrolliert genutzt. Bisher unberührte Strände und
andere landschaftlich reizvolle Gebiete werden bebaut, was einerseits zu einer Erhöhung der
Hotelkapazitäten in Albanien beigetragen hat, allerdings entstehen durch die vielen, z.T.
illegalen, Bauten, die durch die noch unklare Gesetzeslage des Eigentumsrechtes begünstigt
sind, enorme Umweltprobleme wie Verschmutzungen an Seen und Stränden,
Hangrutschungen, usw., die das zukünftige Reisewesen beträchtlich gefährden können.
Auf die staatlichen albanischen Institutionen kommen zahlreiche Umweltprobleme zu, wie
die Abwasserbehandlung, die Instandhaltung von Infrastruktur, der Tier- und Pflanzenschutz,
die Säuberung von Stränden und Landschaft, der Schutz der Landschaft vor der Zerstörung
durch den Fremdenverkehr, Wasserverbrauch von Touristen, usw. Freyer bemerkt dazu, dass
mit zunehmender öffentlichen Planung auch diese Umweltfragen mitberücksichtigt werden
können (vgl. Freyer, 2001, S.376).
Im Bereich der Bauarchitektur beobachtet man auch in Albanien Globalisierungseffekte56,
bzw. eine Hinwendung zu „modernen“ Hotelbauten im internationalen Still. Betonbauten,
anstatt einheimische Ideen und Materialien, dominieren das architektonische Bild der neu
entstandenen Erholungszentren. Diese Entwicklung mag in Albanien in dieser Anfangsphase
noch eher als Fortschritt denn als negative Begleiterscheinung des Tourismus angesehen
werden. Freyer führt dazu an, dass „erst mit fortschrittlicher touristischer Entwicklung
gelegentlich eine Umkehr im Denken entsteht. Von den Behörden werden Vorschriften über
Begrenzungen bezüglich Höhe und Form der Bauten erlassen, private Investoren versuchen
durch Einrichtungen „im einheimischen Stil“, sich von den vorhandenen internationalen
Bauwerken abzugrenzen“ (vgl. Freyer, 2001, S.371).
http://www.albanien.ch/members/zambaku.pdf
siehe die Studie der GHH im Auftrage der GTZ, im Report über den Tourismus von 2001
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