12/24/2004

Bundeswehr Kommandant verhindert zusammen mit Kriminellen, den Aufbau der zerstörten Serben Klöster im Kosovo

Filed under: — BuckZiesMutter @ 1:24 pm

Was für ein Skandal und was für eine Feigheit von einem Bundeswehr Kommandanten.

Aufregung um KFOR-Kommandanten

Viele der im Kosovo beschädigten Kircheneinrichtungen stammen aus dem Mittelalter.
Pristina/Wien- Zwischen der internationalen Friedenstruppe KFOR und der serbisch-orthodoxen Kirche ist es in der südserbischen Krisenprovinz Kosovo laut Kathpress zu einem Konflikt um den Wiederaufbau des Klosters Zociste gekommen. Das serbisch-orthodoxe Kloster war vor fünf Jahren von albanischen Extremisten zerstört worden. Im November hatten Mönche mit ersten Wiederaufbauarbeiten begonnen. Nach Protesten örtlicher albanischer “Funktionäre” wies der Kommandant des österreichischen KFOR-Kontingents, Franz Baumgartner, die Mönche an, die Arbeiten einzustellen und einen Teil der neu errichteten Dächer wieder abzutragen.

Absprachen

Der serbisch-orthodoxe Bischof des Kosovo, Artemije, äußerte darauf hin harsche Kritik an diesem Vorgehen der KFOR und warf ihr vor, auf Druck albanischer Extremisten die Rechte der serbischen Minderheit nicht geschützt zu haben. Das österreichische Verteidigungsministerium bestätigte am Donnerstag auf Anfrage von Kathpress, dass Baumgartner eine entsprechende Anweisung erteilt habe. Grund dafür sei aber, dass die Mönche sich nicht an zuvor getroffene Absprachen gehalten hätten.

Zwischen dem Kloster, der albanischen Bevölkerung von Zociste und der KFOR sei vereinbart worden, dass die Mönche zwei bis drei Räume des Klosterkomplexes winterfest machen können. Zu einem umfassenderen Wiederaufbau des Klosters - eines kostbaren Zeugnisses mittelalterlicher europäischer Baukunst - sollte es aber erst kommen, wenn die vertriebenen oder geflüchteten Serben nach Zociste zurückkehren könnten. Die Mönche hätten - so das Ministerium - den Wiederaufbau “über das vereinbarte Ausmaß” vorangetrieben und insgesamt vier Gebäudeteile mit Dächern eingedeckt.

Albanische Proteste

Nach “Protesten” albanischer “Funktionäre” aus den Reihen der einstigen Untergrundarmee UCK habe der Leiter des österreichischen Kontingents die Sache seinem Vorgesetzten, dem Kommandanten der multinationalen Brigade Südwest, einem deutschen Brigadier namens Richard Rossmanith, vorgelegt, berichtete Kathpress. Dieser habe den “Rückbau” der Renovierungsmaßnahmen auf das “vereinbarte Ausmaß” angeordnet.

Von Seiten des Ministeriums hieß es, man habe zwar Verständnis dafür, dass die serbische Kirche eine solche Entscheidung nur schwer akzeptieren könne. Die Friedenstruppe müsse aber dafür sorgen, dass Vereinbarungen eingehalten werden, ansonsten riskiere man “ein Aufheizen des ohnehin gespannten Klimas".

“Zugeständnis an albanische Extremisten”

Nach Ansicht der serbischen Kirche widerspricht die Anordnung zum Abtragen der Dächer den mit der UNO vereinbarten Standards der Kosovo-Politik, die einen “bedingungslosen Wiederaufbau” von zerstörten Kirchen, Klöstern und Häusern vorsehe. Die Entscheidung sei ein “bisher nicht da gewesenes Zugeständnis an die albanischen Extremisten". Es mute “absurd” an, dass “jene Leute, die das Kloster zerstört haben, nun von den internationalen Friedenstruppen die Abtragung eines Teils des wiederaufgesetzen Daches verlangen".

Artikel vom 23.12.2004 |apa |grü

http://www.kurier.at/ausland/840966.php

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